Reitschwert Sachsen - Militaria - Berlin- Seidel u. Sohn

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Reitschwert Sachsen

Objekte
Reitschwert der Trabantengarde zu Pferde aus der Zeit des Kurfürsten von Sachsen
Christian II, 1591 – 1611
Interrimsregierung: Herzog Friedrich Wilhelm I von Sachsen-Weimar-Altenburg von 1591 bis zur Volljährigkeit 1601.
Christian II hatte auch das Amt eines Erzmarschalls des Reiches, das er nach Regierungsantritt 1601 wahrnahm (Symbol Kurschwerter).
Klinge: Peter Munsten: Solingen, Ende 16. Jh. bis Anfang 17. Jh.
Gefäß aus Sachsen; Eisen, geschwärzt; Fischhaut.
Länge: 119 cm, Parierstangenbreite: 23,4 cm, Klinge: 96,7 cm, Fehlschärfe: 5 cm,
Breite: 3,7 cm.
Ähnlichkeit im Gefäßaufbau mit dem  Reitschwert von Kurfürst Christian II (siehe: Müller/Köllmann, Europäische Hieb- und Stichwaffen, Kat. Nr. 129, Abb S. 206.
Klinge sechskantig geschliffen, mit breiter Mittelzone; Fehlschärfe beidseitig mit je drei geschwärzten Mohrenkopfmarken (zwei Kleine und eine Große). Klinge oben beidseitig mit kupfergefüllter, gestrichelter Wolfsmarke (Passauimitat), gerahmt von gestrichelten Linien sowie einem gravierten Reichsapfel mit Doppelkreuz.
Literatur Marken: Müller/Köllmann, Seite 377 von Kat. Nr. 128.
Literatur: Seitz, Blankwaffen I, Seite 341, Fig. G, Seite 345 (Text).
Gefäß Eisen geschwärzt. Leicht nach unten gebogene, zu den Enden hin verbreiterte Parierstange, stumpf spitz auslaufend. Kleine kugelige Endknäufe. Terzseite mit Mittelgrat. Ein quartseitiger Parierbügel führt von der seitlichen Mitte des Hinterarms schräg nach unten zum Ende des vierpassigen Parierhakens des Vorderarms. Parierstange terzseitig mit querovalem Stichblatt, die Rahmung mit Mittelgrat. Im Spiegel, gehalten von a-jour gearbeiteten Stegen in der Form eines “E”, ein flaches Hochoval. Oberseite graviert mit dem sächsischen Rautenwappen, Unterseite graviert mit den gekreuzten Kurschwertern. Vertikale Profile gliedern den gewölbten Knauf mit Mittelgrat in sechs Felder. Kleines, achtkantig geschliffenes Vernietknäufchen. Holzgriff mit Fischhaut bezogen. Zwei Manschetten, die Kanten als Blattspitzen ausgformt, sowie mit vier zarten eingesetzten Längsstegen.

Literatur zum Vergleich: Müller/Köllmann, Kat. Nr. 132, 133, Parierstange, Knauf, Griff (Panzerstecher, kursächsisch, Ende 16. Jahrhundert).

 
Copyright 2016. All rights reserved.
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü